Stadtverband Wuppertaler Rassegeflügelzüchter e.V.

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Hühner und Milben

Lösungen ohne Gift

Hühner und Milben, sie gehören fast zusammen. Allerdings gilt es das zu vermeiden, da sich die Milben bei guten Umweltbedingungen explosionsartig vermehren und die Hühner schwächen können. Bei Nichteingreifen kann das dann den Tod der Hühner bedeuten.

Es wird nichts so heiß gegessen wie es gekocht wird. Sehr wirksam sind vorbeugende Maßnahmen. Je weniger Ritzen und Spalten im Stall umso besser, denn dies sind ihre bevorzugten Verstecke. Da Milben hierzulande zwischen 0,2 mm und 2 mm groß sind genügen schon zwei aneinanderstoßende Holzplatten (z.B. Legenest) um sich zu verstecken. Sehr bewährt hat sich 2x im Jahr das Ausspritzen des ganzen Stalles und Einbauten mit Kieselgur. Wenn die Milben auf diesem Belag wandern ritzen sie sich an den scharfen Kanten des Kieselgurs, Körperflüssigkeit tritt aus und sie vertrocknen recht schnell. Zudem sollten die Sitzstangen mit Öl (Kokosöl ist empfehlenswert) eingestrichen werden. Dann ist der Stall eine bewehrte Burg gegen Milben. Da die Tiere täglich im Auslauf sind, können Wildvögel jederzeit wieder Milben einschleppen. Deshalb ist die Sitzstange öfters zu kontrollieren. Selbstverständlich kann auch eine Schippe Kieselgur ins Staubbad gegeben werden. Doch wenn Sie Kieselgur trocken anwenden bitte Staubmaske benutzen, da sich das nanogroße Kieselgur sonst in der Lunge ablagert.

Es bleibt noch die ungeschützte Aufbewahrung des Futters. Nutzen Sie immer gut verschließbare Gefäße und lagern Sie nur so viel als nötig, auch das Verschütten von Futter auf dem Boden ist zu vermeiden.

Wichtig ist eine konsequente Anwendung der vorbeugenden Maßnahmen, denn Gift hat im Hühnerstall nichts zu suchen.

Uli Armbruster